Nationalparks in Australien



Australiens Flora und Fauna sind einzigartig und bedürfen daher besonderen Schutz. Über 500 Nationalparks auf einer Fläche von mehr als 28 Millionen Hektar haben einzig und allein die Bewahrung der wunderschönen Landschaft zur Aufgabe. Bereits fast vier Prozent der gesamten Landfläche wurden zum Nationalpark erklärt und auf zusätzlichen sechs
Prozent befinden sich weitere Naturparks und Schutzgebiete. Die meisten Parks werden von der Institution „States and Territories of Australia“ geleitet, einige wenige stehen unter dem Management der Regierung.

Insgesamt 16 Naturdenkmäler Australiens wurden von der UNESCO bisher (Stand 2012) zum Weltnaturerbe erklärt, davon auch etliche Nationalparks. Neben Naturwundern wie dem Great Barrier Reef oder der Tasmanischen Wildnis zählen etwa der Kakadu National Park, der Uluru-Kata Tjuta National Park oder auch der Purnululu National Park zu den besonders beeindruckenden Naturlandschaften. Um diese auch im Sinne der Aborigines zu erhalten, werden viele Nationalparks zum Teil von den Ureinwohnern geleitet.

Ob in den Bergen, den Wüsten, den Wäldern oder den Riffen, die Nationalparks bewahren einzigartige Pflanzen, die Tierwelt sowie Ökosysteme, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen, wie etwa die Feuchtgebiete im Yalgorup National Park in Western Australia. Unter Schutz stehen auch Naturwunder, wie die Australian Fossil Mammal Sites in Queensland oder heilige Orte der australischen Ureinwohner, wie etwa jene in dem in New South Wales gelegenen Mutawintji National Park.

Australien Nationalparks
Einer von Australiens Nationalparks, der Purnululu-Nationalpark - mit der Sandsteinform Bungle Bungle

Die australischen Nationalparks zeichnen sich durch ihre unberührte Landschaft und den zahlreichen endemischen Pflanzen und Tieren aus. Neben dem Schutz der Flora und Fauna dienen Nationalparks auch der Allgemeinheit. Für Einheimische wie Besucher stehen Erholung und Aktivitäten in der herrlichen Umgebung am Programm, aber auch ein Einblick in die Natur und Kultur des Landes wird gewährt. Da die Flora und Fauna je nach Nationalpark höchst unterschiedlich ist, sollten Anweisungen und Ratschläge der Rangers unbedingt befolgt werden. In den Besucherzentren werden gerne ausführliche Informationen über den Park und dessen Natur, den Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten oder Picknickplätzen gegeben. Auch eventuelle Kleidungsvorschriften oder Sicherheitshinweise werden von den freundlichen Mitarbeitern mitgeteilt. Hotels oder Campingplätze bieten in einigen größeren Nationalparks Schlafmöglichkeiten. In anderen Parks ist die Unterbringung nur außerhalb möglich.

Manche Nationalparks sind nur mit einem Fahrzeug mit Allradantrieb zu erreichen oder zu befahren. Andere, besonders jene, die etwas abgelegen sind, können bei ungünstiger Wetterlage unerreichbar sein. Vorausschauende Planung schützt den Reisenden vor unangenehmen Überraschungen vor Ort. Wer mit einem Pkw unterwegs ist, sollte jedenfalls für genügend Trinkwasser, Lebensmittel und Ersatzbenzin sorgen.


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