Flinders Chase National Park - South Australia



Im Westen von Kangaroo Island, der drittgrößten Insel des Landes, befindet sich der 340 Quadratkilometer große Flinders Chase National Park. Erreichbar ist der Park über den Playford Highway oder die South Coast Road. Die nächstgelegene Stadt ist das 110 Kilometer entfernte Kingscote an der Ostküste. Auf die Insel selbst gelangt der Besucher mit
der Autofähre ab Adelaide oder Cape Jervis. Zudem besteht ein regelmäßiger Flugverkehr von der südaustralischen Hauptstadt nach Kingscote.

Die Landschaft des Flinders Chase National Park ist abwechslungsreich. An der Küste sind sowohl kleine Sandbuchten als auch kilometerlange Strände oder Felsklippen zu sehen. Im Landesinneren wechseln sich buschbestandene Wiesen und Eukalyptuswälder ab. Die Artenvielfalt der Fauna im Flinders Chase National Park ist groß. Häufig zu sehen sind Kängurus und Emus, aber auch Koalas, Possums und Schnabeltiere sind mit etwas Glück zu beobachten. Ebenfalls in großer Zahl vorhanden sind Vögel, mehr als 200 verschiedene Arten sind bekannt.

Im Park besteht eine große Auswahl an verschiedenen Aktivitäten. Viele kurze Wanderwege führen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und auch längere Wanderungen sind möglich. Die felsigen Ufer im Westen bieten beste Bedingungen zum Angeln und Fischen. Die unberührte Küste ist zudem ein Paradies für Taucher. Gesunkene Schiffe wie die Loch Vennachar, die 1905 vor Kangaroo Island unterging, sind ein beliebtes Ziel. Die Hauptattraktion des Flinders Chase National Park sind die bizarren Felsformationen im Süden des Parks. Wind und Wetter haben Granitfelsen über Jahrtausende von Jahren ausgewaschen und ausgehöhlt und damit seltsame Formen geschaffen. Mit etwas Fantasie erscheinen die Felsen wie Gesichter oder weit aufgerissene Mäuler. Die wunderlichen Formationen bleiben im Gedächtnis, dementsprechend lautet der Name der Felsen auch „Remarkable Rocks“. Unvergessen bleibt ein Besuch bei den Robben am Admirals Arch, nur wenige Kilometer entfernt. Sowohl die Ohrenrobben-Kolonie als auch der gewaltige Felsbogen selbst sind einen Besuch wert. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Tour zum hübschen Leuchtturm am Cape Borda, der auf einer Klippe etwa 150 Meter über dem Meer liegt. Bis 1989 wurde der einzige eckige Leuchtturm Südaustraliens betrieben, um die Schiffe vor der tückischen Küste zu warnen.

Eukalyptus in Australien
Eukalyptuswälder im Flinders Chase National Park

Im Nationalpark ist Campen erlaubt und an mehreren Stellen möglich. Wer etwas außergewöhnlich nächtigen möchte, bucht ein Zimmer in den historischen Häusern der Leuchtturmwärter am Cape Borda oder am Cape du Couedic.