Karijini National Park (Karijini-Nationalpark)



Der Karijini-Nationalpark umfasst große Gebiete des Gebirges Hamersley Range in Westaustralien. Die Erreichbarkeit des Nationalparks mit einem Wagen ist ab Port Hedland oder Tom Price gegeben, deren Besuch vor der Abfahrt in den Nationalpark ebenfalls lohnt. Tom Price ist eine typische Bergarbeiterstadt, im Hamersley Range wird außerhalb des Nationalparks weiterhin
Eisenerz abgebaut. Port Hedland dient als Hafenstadt der Erzverladeung; sie gehört zu den zwei australischen Orten, an welchen das Schauspiel der Mondtreppe bieten. Der Mondaufgang bei Vollmond und Ebbe erzeugt eine wie Stufen zum Mond wirkende Illusion.

Der Karijini-Nationalpark wurde 1969 gegründet und ursprünglich als Hamerskey-Nationalpark bezeichnet. Die Umbenennung des Parks auf seinen heutigen Namen erfolgte in Würdigung der dort lebenden Aborigines, in deren Sprache der Hamersley Range Karijini heißt.

Der Karijini-Nationalpark befindet sich in einer von Flussläufen durchzogenen Steppenlandschaft. Die Flüsse bilden zahlreiche Wasserfälle aus, an deren Enden sich sehr klares Wasser befindet. Die Schluchten im Karijini-Nationalpark werden als Gorges bezeichnet, sie beeindrucken durch ein buntes Farbenspiel. Die Farben werden durch den Mineraliengehalt der Felswände erzeugt, dabei handelt es sich vorwiegend um Asbest, Eisen und Kupfer. In fast allen Schluchten sind die Mineralien in der Felswand gebunden, lediglich die Yampire George sollte auf Grund freischwebender Asbestpartikel nicht besucht werden. Zu den auffälligsten Pflanzen im Karijini-Nationalpark gehören die in den kälteren Monaten zu sehenden Senna und Mulla-Mullas. Die Bezeichnung des australischen Winters als kältere Jahreszeit bezieht sich für das Gebiet des Karijini-Nationalparks auf die teilweise frostigen Nächte, während die Tage auch im Winter warm sind. Während der Sommermonate steigen die Temperaturen im Karijini-Nationalpark oft auf über vierzig Grad Celsius an. Zu den Tieren des Karijini-Nationalparks gehören mehrere Arten Kängurus ebenso wie Ningauis. Zu den relativ häufigen Reptilien im Karijini-Nationalpark zählen neben Schlangen auch Warane. Weitere für den Karijini-Nationalpark typische Tiere sind Australische Mäuse und zahlreiche Vogelarten.

Karijini Nationalpark
Karijini National Park in Westaustralien

Der Karijini-Nationalpark ist lediglich im Nordteil touristisch erschlossen. Die Straßen innerhalb des Nationalparks sind nicht asphaltiert, sondern bestehen aus Schotterpisten. Je nach Wetterlage erlauben diese aber das Befahren mit dem PKW, sicherer ist die Nutzung eines Allrad-Fahrzeuges. Mit Circular Pool und Fern Pool befinden sich zwei für die Aborigines wichtige Kultstätten an Gewässern innerhalb des Parks; diese sind zwar zugänglich, jedoch werden Besucher gebeten, sich an diesen Orten würdevoll zu verhalten und Lärm zu vermeiden.