Uluru Kata Tjuta Nationalpark - Northern Territory



Der wohl bekannteste Nationalpark des Kontinents ist der Uluru Kata Tjuta Nationalpark, der sich auf einem Gebiet von 125.000 Hektar im Outback Australiens ausbreitet. Das Land gehört dem Volk der Anangus, die den Nationalpark an die australische Regierung für touristische Zwecke verpachtet hat. Der Nationalpark liegt etwa 443 Kilometer oder rund sieben
Autostunden von Alice Springs entfernt. Bequemer ist die Anreise per Flugzeug. Am Connellan Airport, nördlich der dem Nationalpark nächstgelegenen Stadt Yulara, landen täglich Flüge aus allen Teilen des Landes.

Hauptattraktion und wohl einer der meistbesuchten Orte Australiens ist der heilige Berg der Aborigines, Ayers Rock oder Uluru, wie der Felsen in der Sprache der Ureinwohner genannt wird. Inmitten der Wüstenlandschaft ragt der Berg 348 Meter in die Höhe, in die Tiefe reicht der Berg dann noch mal rund 5.000 Meter. Vor Ort werden geführte Touren angeboten, aber auch ohne Führer kann der Berg in etwa vier bis fünf Stunden umrundet werden. Eine Besteigung des Uluru wird von den Ureinwohnern nicht besonders gerne gesehen. Wer trotzdem auf den Berg gelangen möchte, sollte ob der großen Hitze bei bester Gesundheit und Kondition sein.

Kata Tjuta Nationalpark
Aussicht auf den Kata Tjuta National Park

Interessante Informationen über den heiligen Berg, den Glauben der Aborigines und die Lebensweise der Ureinwohner bietet das Uluru-Kata Tjuta Cultural Centre nahe des Uluru, von dem auch geführte Wanderungen angeboten werden. Ebenfalls Teil des Nationalparks sind die Olgas oder Kata Tjutas, die etwa 40 Kilometer entfernt liegen. Statt nur einem Berg ragen in der sonst flachen Umgebung 36 Gipfel, die wie der Uluru auf ein Alter von 600 Millionen Jahren geschätzt werden, bis zu 546 Meter in die Höhe.

Auch die Kata Tjutas sind den Aborigines heilig, der Zutritt ist daher nur eingeschränkt möglich. Ein mehrstündiger Wanderweg führt rund um die Felsengruppe. Aufgrund der herrlichen Farbgebung werden sowohl der Uluru als auch die Kata Tjutas gerne beim Sonnenaufgang und beim Sonnenuntergang beobachtet. Grund für die faszinierenden Farbspiele ist der hohe Eisengehalt des Gesteins. Die besten Beobachtungsorte sind als Aussichtsplätze gekennzeichnet. Die Vegetation in der Wüste ist karg und außer Gräsern und einzelnen Büschen sind kaum Pflanzen zu sehen. Um die Felsen herum sorgt das sich dort sammelnde Regenwasser allerdings für einen grünen Gürtel, der mit Akazien, Eukalyptusbäumen und der Sturts Desert Rose, der Wappenblume des Bundesstaates, bewachsen ist. Überraschend vielfältig ist die Tierwelt in diesem Teil des Landes. Possums, Wallabies oder Dingos sind ebenso hier beheimatet wie Reptilien, Schlangen und Vögel.

Innerhalb des Nationalparks ist Campen untersagt. Unterkünfte aller Kategorien und Preisklassen sind aber im nahen Yulara vorhanden. In den Monaten Juli und August ist eine Vorausbuchung zu empfehlen. Innerhalb des Parks dürfen die ausgeschilderten Wege nicht verlassen werden. Eine Stunde nach Sonnenuntergang werden die Pforten des Parks geschlossen.