Baobab



Einer der unverwechselbarsten Bäume Australiens ist der Baobab, zu deutsch Affenbrotbaum, von den Australiern als Boab Tree bezeichnet. Die großen Laubbäume, die aufgrund ihrer bizarren Form einfach zu identifizieren sind, kommen ausschließlich in Afrika, auf Madagaskar und in Australien vor. Der Baobab wächst im Norden und Nordwesten des Kontinents,
genauer vom Gregory National Park im westlichen Northern Territory bis Broome in Western Australia. In den sandigen Böden der tropischen Savanne oder an den Berghängen der Kimberleys sind die Boab Trees bevorzugt zu finden.

Der australische Baobab, Adansonia gregorii oder gibbosa, ist kleiner als der afrikanische und erreicht eine durchschnittliche Höhe von sechs Metern, in seltenen Fällen wurde eine Höhe von bis zu 12 Metern gemessen. Im Vergleich dazu: Afrikanische Baobab-Arten können bis zu 30 Meter groß werden. Die Rinde des mächtigen Stammes, dessen Form meist etwas rundlich aussieht, ist glatt mit grauer Farbe.

Das handförmige Laubblatt weist bis zu sieben Teilblätter auf, die zwischen sechs und zwölf Zentimeter lang, bis zu fünf Zentimetern breit und elliptisch geformt sind. Etwa von Mitte November bis Mitte Januar blüht der Baobab. Die aufrecht stehenden Blüten stehen einzeln und blühen weiß. Die Früchte des Affenbrotbaumes haben die Form einer Kugel oder eines Eis und sind bräunlich bis schwarz. Eine Besonderheit des Boab Trees ist seine Fähigkeit in Dürreperioden bis zu 5.000 Liter Wasser zu speichern. Um Wasserverluste während dieser Zeit zu verhindern, wirft der Baum zusätzlich alle Blätter ab.

Der hohle Stamm wurde in früheren Zeiten oftmals als Gefängnis genutzt. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts werden etwa in Kununurra Jungpflanzen des Baobab Baumes zu Ernährungszwecken gepflanzt. Die Knolle und Blätter der rund 16 Wochen alten Pflanzen sind essbar und werden gerne in Salaten und Currys verarbeitet.

Baobab in Australien
Baobab Tree - Affenbrotbaum