Barossa Valley



In Australien finden sich mehrere Weinanbaugebiete. Neben der Umgebung der Städte Orange und Melbourne gehört das Barossa Valley zu den bekanntesten australischen Weinanbaugebieten. Das Barossa Valley liegt etwa siebzig Kilometer von Adelaide entfernt und bietet eine Rebfläche von mehr als zehntausend Hektar, so dass es sich bei ihm um das
größte und bekannteste Weinanbaugebiet Australiens handelt. Die einzelnen Orte im Barossa Valley werden von nicht mehr als eintausend Menschen bewohnt.

Die europäische Besiedlung im Barossa Valley begann in den 1830er Jahren, sie erfolgte sowohl durch Engländer als auch durch Deutsche. Bei den deutschen Einwanderern handelte es sich überwiegend um Lutheraner aus Ländern, in denen der Zusammenschluss lutherischer und reformierter Gemeinden staatlich verordnet wurde. Ein deutscher Einwanderer pflanzte auch 1847 den ersten Rebstock im Borussa Valley. An die deutsche Einwanderung erinnert in erster Linie das Barossa Museum in der Gemeinde Tanunda. Diese Gemeinde befindet sich im Zentrum des Barossa Valley und ist zugleich gemeinsam mit den umliegenden Orten der wichtigste Ort für den Weinanbau.

Die bevorzugt im Barossa Valley angebaute Rebsorte ist Shiraz, dieselbe rote Rebsorte wird bei einem Anbau außerhalb Australiens überwiegend als Syrah bezeichnet. Es handelt sich bei dieser Traube um eine hochwertige Weinsorte. Da die Shiraz-Traube gegen Reblausbefall anfällig ist, bauen die Winzer ergänzend weitere Sorten an. Die meisten Weingüter im Barossa Valley können besucht werden, selbstverständlich ist die Teilnahme an einer Weinprobe ebenfalls möglich. In Deutschland sind die Weine aus dem Barossa Valley in gut sortierten Weinhandlungen sowie in den Weinabteilungen einiger Kaufhäuser und Verbrauchermärkte erhältlich.

Weinanbau in Barossa Valley
Barossa Valley eines der bekanntesten Weinanbaugebiete in Australien

Zu den Sehenswürdigkeiten im Barossa Valley gehört die Old Union Chapel, bei ihr handelt es sich um die erste in diesem Gebiet errichtete Kirche.Sie wurde 1848 erbaut und wird heute nur noch zu besonderen Anlässen wie Trauungen verwendet. Das Barossa International Sculpture Symposium fand in den Jahren 1988 und 2008 statt, die von den Teilnehmern angefertigten Skulpturen werden an der Straße zwischen Angaston und Tanunda gezeigt; hierbei handelt es sich um insgesamt siebzehn Kunstwerke. Die Künstler stammen aus Australien, Amerika und Europa.