South Australia



South Australia ist ein australisches Bundesland, die Hauptstadt ist Adelaide. Die erste Beschreibung des heute zu South Australia gehörenden Gebietes durch einen Europäer stammt bereits aus dem Jahr 1627, eine systematische Besiedlung erfolgte jedoch erst ab 1836. Viele Aborigines starben infolge der europäischen Besiedlung, da ihr Immunsystem
über keine Abwehrstoffe gegen die eingeschleppten europäischen Krankheiten verfügte. Heute verwalten Aborigines große Teile des Bundeslandes South Australia selbst, ihre Gebiete befinden sich vorwiegend an den Grenzen zu Western Australia und zum Northern Territory. Eine Besonderheit Südaustraliens besteht darin, dass dieses Bundesland als einziges der australischen Länder ausschließlich von freiwilligen Siedlern und nicht von Sträflingen gegründet wurde. Von den eineinhalb Millionen Einwohnern des Bundeslandes leben mehr als eine Million in der Hauptstadt Adelaide.

Große Teile der Fläche von South Australia werden landwirtschaftlich genutzt. Bei den Anbauprodukten dominieren Weizen, Obst und Gemüse, das Borossa Valley ist das größte und bekannteste Weinanbaugebiet Australiens. Als Weidetiere halten die Farmer in Südaustralien vorwiegend Schafe. Wichtige Bodenschätze in South Australia sind Kohle, Eisenerze und Erdgas. In Adelaide existieren viele Betriebe der verarbeitenden Industrie, während diese in anderen Städten nur eine geringe Bedeutung hat. Whyalla hatte bis in die 1980er Jahre ebenfalls Bedeutung als Industriestandort, heute ist diese jedoch deutlich zurückgegangen. Von überregionaler Wichtigkeit sind neben den Fabriken in Adelaide die Bleigießereien in Port Pirie. Die katholische Kirche unterhält in South Australia das überwiegend für die Hauptstadt zuständige Erzbistum Adelaide und das vorwiegend die ländlichen Regionen versorgende Bistum Port Pirie.

Adelaide in Australien
Adelaide die Hauptstadt von South Australia

Touristen besuchen in South Australia neben der Hauptstadt Adelaide häufig die Bergregion um die Stadt Mount Gambier sowie die Kangaroo Island. Mount Gambier bezeichnet neben der Stadt zugleich einen Vulkan, dessen vier Maare beliebte Reiseziele sind; allerdings führen mit dem Blue Lake und dem Valley Lake nur noch zwei von ihnen Wasser. Der Blue Lake weist während der warmen Jahreszeit eine einzigartige Blaufärbung auf.

Ebenfalls beleibt bei Wanderern sind die zahlreichen Ponore in der Umgebung von Mount Gambier; dabei handelt es sich um Stellen, an denen ein Gewässer im Boden versickert. Die Känguru-Insel gehört neben Tasmanien zu den wenigen von Füchsen und Kaninchen nicht besiedelten Gebieten Australiens und ist drittgrößte australische Insel. Zu den auf Kangaroo Island in großer Zahl lebenden Tieren gehören das Fuchskusu, der Kurzschnabeligel und das Derbywallaby. Im Meer vor der Insel lassen sich größere Vorkommen der mit Seepferdchen verwandten Fetzenfische beobachten. Ebenfalls zahlreich sind dort Seelöwen und Seebären vertreten. In der südaustralischen Hauptstadt Adelaide schätzen Touristen das umfangreiche kulturelle Angebot mit zahlreichen Museen und regelmäßigen Konzerten ebenso wie die ausgedehnten Grünanlagen des die Stadt umgebenden Parkringes.