Fraser Island



Fraser Island ist ein absolutes Highlight, das man meiner Meinung nach bei einer Reise nach Australien auf gar keinen Fall verpassen sollte. Fraser Island ist eine kleine Sandinsel an der Ostküste von Australien, die sich in wenigen Tagen erkunden lässt. Dort gibt es wunderschöne Strände und klare Seen, in denen man schwimmen kann. Außerdem gibt es mehrere Wanderwege, auf denen man stundenlang durch die Gegend wandern kann.

Um auf die Insel zu gelangen, kann man die Fähre entweder als Fußgänger oder mit dem Auto nehmen. Auf Fraser Island gibt es mehrere einfache Campingplätze und etwas bessere Hotels. Außerdem gibt es ein paar Selbstversorger-Unterkünfte, die aber sehr beliebt sind und daher meist schon Jahre im Voraus ausgebucht sind. Insbesondere Angler kommen gern nach Fraser Island, weil es dort offensichtlich noch sehr viel Fisch geben soll.

Die meisten Leute, die nach Fraser Island fahren, machen eine Selbstfahrer Exkursion in einem Jeep oder Landrover, die von einigen Agenturen vor Ort organisiert wird. Die Selbstfahrer-Variante bedeutet, dass man mit anderen Touristen per Zufallsprinzip zusammen gewürfelt wird, bis ein Wagen voll ist. Auch wir haben uns für diese Variante entschieden, da es im Vergleich recht günstig ist und wir gern ein paar andere Reisende kennen lernen wollten. Noch vor Beginn der eigentlichen Exkursion lernt man den Rest der Gruppe kennen. Es gibt keinen Tour Guide, so dass mindestens einer in der Gruppe das Vehikel fahren muss. Die Agentur stellt das Fahrzeug, die Campingausrüstung und Landkarten, so dass man sich nicht verfahren kann. Alles weitere muss man selbst mitbringen oder organisieren.

Vor Beginn der Tour sind wir gemeinsam mit der Gruppe einkaufen gegangen. Die Agentur hat uns ein paar Tipps gegeben, wie viel wir einkaufen sollten und welche Gerichte sich am Besten zubereiten lassen. Dann geht es früh morgens gemeinsam zur Fähre, mit der
Fraser - Island - Australien
Fraser Island
man dann übersetzt. Es gibt auf Fraser Island zwar mehrere Sandstraßen, aber am Ende gelangt man immer an sein Ziel. Die Reiseroute ist abhängig von den Gezeiten, da man zumindest einen Teil der Strecke direkt am Ozean entlang fährt. Dort muss man sehr vorsichtig sein, dass man kein Meereswasser an den Wagen bekommt, da das Salz den Wagen angreift und man Ärger bekommen kann mit der Agentur, die das Auto vermietet hat.

Die Fahrt kann sehr aufregend sein, da man auf den Sandstraßen und am Strand schnell stecken bleiben kann, wenn man zuviel Luft auf den Reifen hat. Da aber alle das gleiche Problem haben, hilft man sich gern untereinander aus. Ich war bei unserem Trip zum Glück die Fahrerin, so dass ich nicht schieben musste, als wir stecken geblieben sind.

Zwei Highlights, die eigentlich jede Selbstfahrer Exkursion beinhaltet, sind die Süßwasserseen in der Mitte von Fraser Island und die Champagner Pools an der Ostküste, denn sie sind einzigen Stelle, wo man planschen gehen kann, da die Meeresstrände aufgrund von Haien nicht sicher sind. Die Süßwasserseen sind sehr sauber und klar. Man kann direkt von den Sanddünen ins Wasser laufen, was bei der Hitze auch sehr zu empfehlen ist. Hier gibt es mehrere schattige Picknickplätze, wo wir mittags gegessen haben. Die Champagner Pools sind eine natürliche Felsformation, die eine Art Schwimmbecken bildet. Es wird genau so viel Wasser durchgelassen, dass man gemütlich im Wasser sitzen kann. Durch die Wellenbewegung des Meeres fühlt es sich wirklich so an, als wäre man in einem Whirlpool.

Fraser - Island
Fraser Island

Zwar trifft man immer mal wieder andere Gruppen, insgesamt ist Fraser Island aber ein unberührtes Stückchen Land. Uns hat es dort so gut gefallen, dass wir nach der Fahr noch mal für zwei Tage auf die Insel gefahren sind, um dort zu entspannen und die Natur und die Ruhe zu genießen. Fraser Island ist bei einer sechswöchigen Australienreise mein persönliches Highlight gewesen.

Katja