Great Barrier Reef



Australien ist ein absolutes Mekka für Taucherinnen und Taucher. Eigentlich jeder, der schon mal getaucht ist, träumt davon, einmal das Great Barrier Reef zu betauchen. Deswegen sind auch wir vor ein paar Jahren nach Australien gepilgert, um dort ein paar Tage auf dem Boot zu verbringen.

Das Great Barrier Reef hat nicht nur unzählige verschiedene Fischarten, es ist auch das größte Korallenriff, das es auf der Welt überhaupt gibt. Deswegen wurde das Great Barrier Reef von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe erklärt. Viele Touristen kommen allein deswegen schon nach Australien. Man kann dort - unter Anderem - Schildkröten, viele verschiedene Arten von harten und weichen Korallen, Schwämme, Haie, Moränen oder mit einem bisschen Glück sogar Wale sehen. Außerdem gibt es unzählige Arten von Fischen, die in Schwärmen an den Tauchern vorbeiziehen. Selbst wenn man dort schon mehrere Tauchgänge gemacht hat, kann man jedes Mal wieder etwas Neues sehen. Die Sicht ist absolut einzigartig. An manchen Stellen konnten wir mindestens 30 oder 40 Meter weit sehen. Auch die Temperatur ist angenehm, so dass uns nicht kalt geworden ist.

Das Great Barrier Reef ist über 2000 Kilometer lang und bietet daher viel Abwechslung, je nachdem, wo man sich gerade aufhält. Um das Great Barrier Reef zu betauchen, sollte man sich am Besten nach Queensland oder direkt nach Cairns oder Airlie Beach begeben. Je nach Geldbeutel kann man auch auf eine der Tausend Inseln fliegen. Das kann allerdings etwas teurer werden. Insbesondere die Whitsundays sind berühmt für ihre Exklusivität. Leider hat unser Budget nicht für einen Inselausflug gereicht.

Aber auch auf dem Festland findet man überall viele verschiedene Tauchstationen, die Ausflüge zum Great Barrier Reef anbieten.

Je nach persönlicher Präferenz kann man sich mehrere Tage bei einer so genannten Bootsafari auf dem Boot aufhalten, so dass man auch das „Outer Reef“ erreichen kann, oder man entscheidet sich für die Variante, dass man jeden Tag einen Tagesausflug zu bestimmten Tauchspots macht. Zwar sind einige Tauchgebiete von den vielen Tauchern, die jedes Jahr nach Australien strömen, schon ein bisschen mitgenommen. Insgesamt gibt es aber eine so große Auswahl and Tauchspots, dass man sich auf ein unvergessliches Naturerlebnis freuen kann.

Das Great Barrier Reef eignet sich auch für Anfänger, da die meisten Anbieter hier auch Kurse anbieten. In drei oder vier Tagen kann man hier einen Kurs machen, mit dem man hinterher überall auf der Welt tauchen gehen kann. Für einen Kurs muss man auch ein bisschen Theorie machen und am Ende einen test schreiben, aber im Allgemeinen sind die Tauchlehrer sehr gut und helfen dabei.

Great - Barrier - Reef
Ein Blick von oben auf das Great Barrier Reef

Es lohnt sich, die Angebote der Tauchstationen miteinander zu vergleichen. Zwar sind die Preise recht ähnlich, doch manchmal gibt es sehr große Gruppen für Kurse oder die Leihausrüstung ist nicht mehr auf dem neuesten Stand. Unserer Erfahrung nach waren die Boote dafür alle in sehr gutem Zustand.

Das Tauchen in Australien ist sehr sicher. An vielen Stellen sind extra für Taucher Netze aufgehängt worden, damit man nicht von Haien oder anderen Fischen angegriffen werden kann. Außerdem trifft man beim tauchen immer viele nette und interessante Menschen, die in unserem Fall sehr zum gelungenen Australienurlaub beigetragen haben.

Auch für Nichttaucher ist das Great Barrier Reef sehr zu empfehlen, da man auch beim Schnorcheln schon sehr viele Fische und Korallen sehen kann. Für wasserscheue Menschen gibt es dann auch noch das Glasbodenboot, bei dem man vollständig im Trockenen bleiben kann. So kann man einen Tauchausflug mit der ganzen Familie machen, auch wenn die Kinder noch zu klein sind oder der Partner kein Interesse am Tauchen hat.

Für uns war das Great Barrier Reef ein absolutes Muss. Es hat in jeder Hinsicht gehalten, was uns von anderen Reisenden und den Agenturen versprochen wurde, so dass ich es wärmstens empfehlen kann.

Katja