Krank in Australien – Das sollte man wissen



Reisekrankheiten
Die Vorfreude ist groß, endlich geht es nach Australien. Aber auch für Down Under gilt: Besser vorher informieren.

Wer während der Reise krank wird, sollte wissen, wie er einen Arzt erreicht und wo in der Reiseregion eventuell eine Apotheke ist. Aber von was kann man eigentlich krank werden in Australien?

Krank in Australien – Magen und Darm



Australien ist ein modernes Land, dessen Wasserqualität in den Großstädten unseren Standards entspricht. Im Outback allerdings kann so mancher Auslöser von Durchfall lauern. Deshalb empfiehlt sich dringend, das Trinkwasser immer gründlich abzukochen. Ein Teil der Reisenden, die krank werden in Australien, leiden nämlich aufgrund von kontaminiertem Wasser oder falsch gelagerten Lebensmitteln unter Durchfall.





Deshalb gilt vor allem abseits der modernen Zivilisation auch:

  • keine kalten Speisen

  • Obst und Gemüse immer schälen

  • Eis und Eiswürfel meiden

  • keine warmgehaltenen Speisen essen


Kurz: Nichts essen, was nicht gekocht, gebraten oder anderweitig stark erhitzt wurde oder geschält werden kann.

Ein weiteres Risiko, während der Reise krank zu werden, stellt die Fischvergiftung Ciguatera dar. Sie wird vom Gift der Dinoflagellaten (Einzeller) Gabierdiscus toxicus verursacht, welches sich in großen, in Riffen lebenden Raubfischen wie Zackenbarschen oder Barrakudas sammelt. Es kann unter anderem zu heftigen Bauchkrämpfen, Durchfällen und Erbrechen führen.

Krank in Australien durch Mückenstiche



Auch in Australien gibt es das Risiko, während der Reise durch einen Mückenstich krank zu werden. Mücken übertragen hier je nach Region unter anderem:

  • Dengue-Fieber

  • Ross-River-Fieber

  • Japanische Enzephalitis

  • Chikungunya


Besonders in der Regen- und damit mückenreichen Zeit von November bis März tritt das sogenannte Dengue-Fieber gehäuft auf. In den meisten Fällen verläuft es harmlos und klingt nach etwa einer Woche wieder ab. Es kann jedoch als hämorrhagisches Fieber von lebensbedrohlichen Blutungen begleitet werden.

Das Ross-River-Fieber tritt vor allem im Westen Australiens, in Neu Süd Wales und in Tasmanien auf. Wer davon krank wird in Australien, leidet unter Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, wobei die Schmerzen schlimmstenfalls über Monate anhalten können.

Entgegen ihrem Namen begegnen Reisende der Japanischen Enzephalitis auch auf den australischen Torres Straight Islands. Sie verläuft oft symptomlos. Werden Symptome ausgebildet, entsprechen sie nicht nur der typischen Enzephalitis (Gehirnentzündung), sondern gehen auch mit einer relativ hohen Sterblichkeit einher.

Das Chikungunya äußert sich ähnlich wie Dengue meist grippeähnlich. Hinzu kommen Gelenk- und Muskelschmerzen, die den Betroffenen eine typische Schonhaltung einnehmen lassen.
Der beste Schutz gegen die Erkrankungen sind Maßnahmen zum Mückenschutz:


  • helle Kleidung

  • lange, großflächig bedeckende Kleidung

  • Mückenspray

  • Moskitonetze


Übrigens: Krank können Touristen in Australien auch durch Zecken werden, die wie in unseren Breitengraden die Lyme-Borreliose übertragen.

Während der Reise krank durch die Sonne



Durch das Ozonloch ist die Sonne in Australien besonders intensiv. Ein hoher Lichtschutzfaktor und gründliches Eincremen sind hier also Pflicht. Das gilt besonders in den Wintermonaten – dem australischen Sommer. Um Hautschäden oder gar Verbrennungen zu vermeiden, sollte der Aufenthalt in praller Sonne außerdem nicht zu lang sein. Auch eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille sind hier dringend angeraten.

Krank in Australien durch Vergiftungen?



In Australien leben die meisten Gifttiere überhaupt. Unter ihnen sind einige der gefährlichsten weltweit wie etwa der Inland-Taipan. Vor den Küsten schwimmen hochgiftige Würfelquallenarten und Portugiesische Galeeren mit meterlangen Nesselfäden.

Die meisten dieser Tiere sind scheu und mit etwas Umsicht einfach zu meiden. Durch Gift krank in Australien zu werden, ist also unwahrscheinlicher als viele denken. Festes Schuhwerk und lange Beinkleidung im unbefestigten Gelände helfen an Land zusätzlich. Bei Quallen gilt: Verseuchte Gewässer meiden – vor allem von Oktober bis Mai, wenn die Quallen gehäuft auftreten. Für den Notfall empfiehlt es sich, immer eine Flasche Essig dabei zu haben, denn es inaktiviert die giftigen Nesselkapseln. Sicherer ist das Baden allerdings an mit speziellen Netzen gesicherten Stränden oder in Neoprenanzügen.