Port Arthur Historic Site



Auf der Tasman Peninsula im Osten Tasmaniens befindet sich in Port Arthur eine gut erhaltene Sträflingssiedlung, die mit zehn anderen von der UNESCO unter dem Titel „Australian Convict Sites“ zum Welterbe ernannt wurde. Weitere populäre Stätten sind etwa Fremantle Prison, Cockatoo Island, die Hyde Park Barracks oder die Coal Mines Historic Site unweit von Port Arthur.
Nicht weit von der Stadt liegt zudem der Isthmus namens Eaglehawk Neck, den die Sträflinge auf ihrem Weg in das berüchtigte Lager überqueren mussten. Sowohl die Gefängnisanlage in Port Arthur als auch das Kohlenbergwerk nahe Saltwater Creek und das Eaglehawk Neck lohnen einen Besuch.

Die Port Arthur Historic Site zählt zu den bekanntesten Geschichtsstätten des Landes und konnte in den vergangenen Jahren einige Preise einheimsen. Im Mittelpunkt der Anlage stehen mehr als 30 historische Gebäude, Ruinen sowie Gärten und Parks. Hier wird die Geschichte der Strafgefangenen erzählt, die von 1830 bis 1877 im Gefängnis von Port Arthur inhaftiert waren. Die Gefangenen waren Schwerverbrecher, oft aber auch Straftäter, die wegen geringer Delikte verurteilt, aufgrund einer Wiederholungstat aber trotzdem schwer bestraft wurden.

Der Gefängnisalltag war hart: Schwere Arbeit, unerbittlicher Drill, Isolationshaft und mangelnde Ernährung standen an der Tagesordnung. Die verstorbenen Gefangenen wurden in Massengräbern auf der „Isle of Dead“, einer Insel in der Bucht vor Port Arthur, begraben. Besichtigungstouren beinhalten die Überfahrt zu dem Friedhof. Nördlich von Port Arthur sind die Ruinen der Coal Mines Historic Site zu sehen. Die Überreste der Unterbringungen der Sträflinge, einer Kirche sowie weiterer Gebäude erzählen die Geschichte der rund 570 britischen Gefangenen, die von 1833 bis 1848 im Bergwerk arbeiteten.

Port Arthur in Tasmanien Australien
Port Arthur eine gut erhaltene Sträflingssiedlung

Der rund 400 Meter lange und zwischen 30 und 100 Meter breite Landstreifen Eaglehawk Neck bot die einzige Möglichkeit von der Halbinsel zu fliehen. Gefährliche Hunde und bewaffnete Wärter sorgten aber dafür, dass kein einziger Gefangener die Flucht überlebte.