Australische Kartenspiele



Kartenspiele sind weltweit einer der beliebtesten Zeitvertreibe, das sieht auch in Australien nicht anders aus. Während man hier, wie auch in verschiedensten anderen Ländern die klassischen Kartenspiele immer wieder gern spielt, sind es vor allem die typisch australischen Spiele, für die man sich am Tisch versammelt. Die Geschichte Australiens reicht weit zurück, da haben sich natürlich auch einige traditionelle Spiele entwickelt, die zum Teil von den Aborigines abstammen. Während das Spiel „500“ das australische Nationalspiel schlechthin ist, gibt es noch eine Reihe weiterer Kartenspiele, wie etwa „President“ oder auch eine australische Version des Blackjacks. Wer einen geselligen Abend in Australien verbringen möchte, wird um diese Spiele wohl nicht herum kommen.

500 – Five Hundred



Auf der Suche nach dem Nationalspiel Australiens führt kein Weg an „500“ bzw. „Five Hundred“ vorbei. Obwohl das Kartenspiel noch vor dem Jahr 1900 in Amerika entstand, hat es sich inzwischen zu DEM Spiel Australiens entwickelt.

Kartenspiel
Kartenspiel - Quelle: Wikimedia


Während es bis 1920 auch in den USA sehr beliebt war, wird es inzwischen in erster Linie in Australien und Neuseeland gespielt. Es handelt sich beim Kartenspiel 500 um ein Spiel, das auf Stichen basiert. Es wird mit zwei bis sechs Spielern gespielt – wobei vier Spieler optimal sind – und ähnelt dem Spiel „Euchre“ in vielen Hinsichten. Es wird mit 43 Karten gespielt. Es gibt ein spezielles 500-Kartendeck, allerdings können auch Karten aus einem gewöhnlichen 52er Kartendeck entfernt werden, das sich einfach auf Amazon bestellen lässt. Der Name 500 stammt daher, dass derjenige Spieler, der als Erster 500 Punkte erreicht, gewinnt.

President



Ein weiteres sehr beliebtes australisches Kartenspiel ist „President“, das zudem noch unter vielen weiteren Namen bekannt ist, wie etwa „Warlords and Scumbags“, „Capitalism“ oder auch anderen, meist eher vulgären Namen. In Deutschland ist eine Art dieses Spiels unter dem ebenfalls umgangssprachlichen Namen „Einer ist immer der Arsch“ bekannt. In dem Kartenspiel geht es darum, möglichst als Erster all seine Karten loszuwerden, indem man durch das Ablegen einer oder mehrerer Karten seinen Gegner übertrumpft. Je nachdem, als wievielter man abschließt, erhält man einen anderen Rang, der den weiteren Spielverlauf beeinflusst. Diese Art Spiel gewann erst seit 1970 in der westlichen Welt zunehmend an Beliebtheit, ursprünglich soll es jedoch aus China stammen, wo es eine Vielzahl solcher und ähnlicher Spiele gibt.

Australian Blackjack



Genauso, wie es wohl in fast jedem Land dieser Welt beliebt ist, ist dies auch in Australien der Fall: Blackjack gehört zu den Top Kartenspielen. In Australien handelt es sich allerdings um eine besondere Form des Blackjacks, dessen Regeln etwas vom amerikanischen und europäischen Blackjack abweichen. Dass sich das Leben Down Under in der einen oder anderen Kleinigkeit von dem in Europa unterscheidet, ist an sich keine Neuigkeit. Bei der australischen Version von Blackjack bestehen gleich ein paar verschiedene Regeln und Varianten. In Australien nimmt der Dealer keine Lochkarte, außerdem fallen je nach Casino unterschiedliche Regeln an, was passiert, wenn der Spieler Split hat oder verdoppelt. Die restlichen Blackjack-Regeln sind an sich ähnlich, sodass man auch in Australien die verschiedenen von Betway vorgestellten Strategien nutzen kann, um seine Chancen im Blackjack mithilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu erhöhen. Auf der Seite werden ebenfalls einige unterschiedliche Varianten des Spiels diskutiert, sodass man sich mit den Regeln und Abweichungen vertraut machen kann.

Spoons



Beim beliebten Sammel-Spiel „Spoons“ werden neben den Spielkarten noch Löffel benötigt, und zwar immer ein Löffel weniger, als es Spieler gibt – mit den Löffeln wird allerdings nicht die vielseitige Australische Küche verspeist. Jeder Spieler erhält vier Karten, die Löffel werden in der Mitte des Tisches platziert. Der Dealer nimmt, meist in einem schnellen Tempo, vom Stapel eine Karte und entscheidet, ob er sie behalten oder ablegen möchte, es dürfen nur vier Karten in der Hand gehalten werden. Die weiteren Spieler können die abgelegten Karten verwenden oder ebenfalls ablegen – wer schließlich vier identische Karten in der Hand hält, schnappt sich einen Löffel. Alle anderen Spieler müssen dann ebenfalls einen Löffel greifen. Wer schließlich ohne Löffel dasitzt, erhält einen Buchstaben aus dem Wort „Spoon“, immer der Reihe nach, beginnend mit dem Buchstaben „S“. Sobald ein Spieler alle Buchstaben in S - P - O - O - N erhalten hat, wird er eliminiert.

Jo – Contract Rommé



Auch das Spiel „Jo“ ist ein Kartenspiel, in dem es darum geht, passende Karten zu sammeln. Neben dem Namen „Jo“ ist es zudem auch als „Contract Rommé“ oder „Joker Rommé“ bekannt. Das Spiel wird in sieben Runden gespielt, in jeder Runde muss eine bestimmte Anforderung – oder ein bestimmter „Contract“ (übersetzt: Vertrag) erfüllt werden. Hierzu wird ein gewöhnliches Kartendeck mit 52 Karten verwendet. Auch Joker kommen zum Einsatz, im Stapel sollte allerdings ein Joker weniger enthalten sein, als die Anzahl der Spieler beträgt. In der ersten Runde müssen beispielsweise mit einer Hand von zehn Karten zwei Dreier gebildet werden, in der zweiten Runde ein Dreier und eine Reihe usw. Sobald ein Spieler die Anforderungen erfüllt, erhält er oder sie die Anzahl an Punkten, die die anderen Spieler noch in der Hand halten.

Kartenspiel der Aborigines: Kuns



Um die beliebten Spiele „Kuns“ oder „Bayb Kad“ zu spielen, die von den australischen Ureinwohnern, den Aborigines, erfunden wurden, werden die Bildkarten aus dem 52er Kartendeck entfernt, sodass mit nur 40 Karten gespielt werden kann. Die Spieler erhalten jeweils fünf Karten und wer die beste Hand hat, gewinnt. Dabei werden allerdings nicht lediglich die Zahlen der Karten addiert. Um überhaupt Punkte zu erhalten, müssen drei Karten enthalten sein, die kumuliert ein Vielfaches von zehn ergeben. Ist dies erfüllt, bildet die letzte Ziffer der Summe der übrigen zwei Karten die erhaltene Punktzahl. Eine perfekte Hand hat man, wenn auch die übrigen zwei Karten ein Vielfaches von zehn ergeben. Die Punkterechnung klingt anfangs kompliziert, sobald man ein paar Runden gespielt hat, hat man sich allerdings schnell daran gewöhnt.
Wer das nächste Mal in Australien einen geselligen Abend mit Freunden verbringt, kann sich mit diesen beliebten australischen Kartenspielen auf typisch australische Art unterhalten und Spaß haben.