Coober Pedy



Im Outback des Bundesstaates South Australia liegt Coober Pedy, ein kleiner Ort mit nur etwa 1.500 Einwohnern. Trotzdem ist der Ort über die Grenzen Australiens bekannt, denn die Region rund um den Ort verfügt über die größten Opal-Vorkommen weltweit. Diese Tatsache macht Coober Pedy auch für den Tourismus interessant, Opalminen und
unterirdische Hotels versprechen Urlaubstage der etwas anderen Art. Die Stadt liegt etwa auf halbem Weg zwischen Alice Springs und Adelaide und ist von der südaustralischen Hauptstadt per Pkw, Bus oder Flug zu erreichen.

Der erste Europäer, der die Umgebung von Coober Pedy bereiste, war der Schotte John McDouall Stuart. Im Jahre 1858 erreichte der Forscher im Zuge seiner ersten von insgesamt sechs Outbackexpeditionen die Region des heutigen Coober Pedy, ohne zu ahnen dass sich unter seinen Füssen riesige Opalvorkommen befanden. Diese Entdeckung machte erst Willie Hutchinson 1915 und so wurde der Ort im selben Jahr gegründet. Seit fast 100 Jahren wird in Coober Pedy nach den Edelsteinen geschürft und nach wie vor stammen etwa 70 % der Weltproduktion aus dem Ort im australischen Outback.

Einzigartig ist das Erscheinungsbild der Stadt, das zahlreichen Hollywood-Filmen wie etwa Mad Max als Kulisse diente. Um der Hitze des heißen Outbacks zu entfliehen, haben viele Bewohner der Stadt ihre Wohnung in sogenannten „Dugouts“ eingerichtet. Diese „Dugouts“ liegen unter der Erde, von den Behausungen sind an der Erdoberfläche nur die Belüftungsrohre zu sehen. Die unterirdischen Bauten sind moderne Gebäude, die über alle Annehmlichkeiten eines Hauses über der Erde verfügen können. Der einmalige Vorteil: In den „Dugouts“ liegt die Temperatur konstant bei 25° C. Neben Privatwohnungen befinden sich auch Geschäfte, Lokale, Hotels und Kirchen unter der Erde.

Cooper Pedy in Australien
Cooper Pedy verfügt über das größte Opal-Vorkommen weltweit

In Coober Pedy öffnen mehrere Schauminen die Pforten für Besucher. Eine Tour durch die Opalmine sollte in jedem Fall auf dem Programm stehen. In der Umoona Opal Mine ist ein Museum eingerichtet, das viele interessante Informationen über die Stadt und den Opalabbau preisgibt. In der The Old Timers Mine ist ein Dugout aus dem Jahre 1918 zu sehen. Zudem lohnt eine Besichtigung eines der privaten „Dugouts“, der unterirdischen Kirchen oder des oberirdischen Friedhofs, der einige seltsam anmutende Grabsteine beherbergt. Wer auch im Outback nicht auf das Golfspiel verzichten möchte, kann den hiesigen Golfplatz bespielen. Das traditionelle Grün ist allerdings nur in Form eines einzelnen Rasenstücks, das der Spieler selbst zu tragen hat, vorhanden.

Außerhalb der Stadt locken die Breakaways. Das kleine Bergmassiv in der kargen Umgebung des Outbacks begeistert mit seinen schönen Farben. Ausschließlich per Flugzeug können die Anna Creek Painted Hills bewundert werden. Die faszinierende Hügelformation liegt auf dem Gebiet der Anna Creek Station, der größten Rinderfarm der Welt.