Kookaburra



Kookaburra sits in the old gum tree… diese Zeilen gehören zum wahrscheinlich beliebtesten Kinderlied Australiens und handeln vom populärsten Vogel des Landes. Mit einer eigenen Münzserie und als Maskottchen bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney hat sich der australische Vogel auch weltweit bekannt gemacht.


Der Jägerliest, wie er zu Deutsch heißt, wird auch als „Lachender Hans“ bezeichnet. Grund dafür ist sein Ruf, der klingt, als lache er schallend. Dies tut er mit Vorliebe frühmorgens und holt damit häufig Einheimische wie Besucher aus dem Bett. Häufig fliegen vor allem jüngere Tiere gerne anschließend gegen die Fensterscheibe, bleiben aber glücklicherweise meist unversehrt.

Beobachtungen von Vogelexperten zufolge soll dies mit Absicht passieren, eine Erklärung gibt es dafür aber nicht. Eine Legende der Aborigines besagt, dass die Kookaburras vom gottähnlichen Baiame den Auftrag erhalten haben, die Menschen rechtzeitig mit ihrem Ruf zu wecken, damit diese den Sonnenaufgang nicht verpassen.

Der Kookaburra gehört zu der Gattung der Eisvögel und ist mit rund 45 Zentimeter Länge der größte Vertreter seiner Familie. Ein ausgewachsener Jägerliest erreicht etwa ein Gewicht
Der Kookaburra in Australien
Der Kookaburra ist der populärste Vogel Australiens
von einem halben Kilogramm. Vorzufinden ist der Vogel vor allem im Osten und Süden des Landes, aber auch auf Tasmanien. Der Lachende Hans ist häufig in der Nähe von Gewässern und in baumreichen Gebieten anzutreffen.

Zu den Hauptnahrungsmitteln des Vogels zählen Reptilien, Insekten oder kleine Säugetiere. Diese erbeutet er im offenen Gelände oder immer öfter in Parks und Gärten, wo er auch mit Vorliebe Menschen um Nahrung anbettelt. In seichten Gewässern verspeist der Kookaburra Fische oder Muscheln. Darüber hinaus tötet der Lachende Hans giftige Schlangen, was mit ein Grund für seine große Beliebtheit im Land ist.

Der Jägerliest ist ein treues Tier, das zeit seines Lebens in einer monogamen Beziehung lebt. Zur Ausbrütung des Nachwuchses ziehen sich die Eltern in ausgehöhlte Baumstämme oder verlassene Termitenhügel zurück, um abwechselnd die zwei bis vier Eier auszubrüten. Nach rund vier Wochen schlüpfen die Küken nackt und blind.

Wie schon beim Brüten beteiligen sich beide Elternteile auch bei der Fütterung des gefräßigen Nachwuchses. Vier bis fünf Wochen nach der Geburt können die Jungtiere, mittlerweile befiedert, das Nest verlassen. Der Nachwuchs bleibt aber oftmals noch einige Jahre bei den Eltern, um bei der nächsten Brut zu helfen und so gewappnet für die eigene Fortpflanzung zu sein.

Der Kookaburra in Australien
Der Kookaburra gehört zur Gattung der Eisvögel