Der Numbat (Ameisenbeutler)



Der Numbat ist ein mit seiner spitzen Schnauze und auffälligen Streifen ungewöhnlich aussehendes Tier Australiens. Er besiedelte früher große Teile des Landes, auf Grund der Einschleppung des Rotfuchses verringerte sich sein Lebensgebiet jedoch deutlich. Seit einigen Jahren versucht die australische Naturschutzbehörde eine Wiederansiedlung des
Ameisenbeutlers in Teilen des ehemaligen Verbreitungsgebietes, wobei sie diese durch Zäune vor Füchsen schützt. Während eingeschleppte Rotfüchse und teilweise verwilderte Hauskatzen zu den Hauptfressfeinden der Ameisenbeutler geworden sind, erbeuten einheimische Tiere wie Adler und Schlangen nur wenige Numbats. Mit hoher Wahrscheinlichkeit können Ameisenbeutler nur in Gebieten überleben, in welchen sich keine Rotfüchse befinden.

Der Ameisenbeutler frisst nahezu ausschließlich Termiten, diese findet er durch seinen Geruchssinn. Numbats vermeiden große Hitze, weswegen sie während der heißen Jahreszeit den Mittag in ihrem Bau verbringen. Ebenso vermeiden Ameisenbeutler den Aufenthalt im Regen. Numbats verfügen nicht über genügend Kraft zum Aufbrechen von Termitenhügeln, so dass sie sich bei ihrer Nahrungssuche mit außerhalb des Hügels befindlichen Insekten begnügen müssen. Diese graben sie aus der Erde aus. Analog zum Lebensrhythmus der Termiten sind Ameisenbeutler tagaktiv.

Die jungen Numbats werden nach einer Tragezeit von nur vierzehn Tagen zwischen Januar und April geboren. Das Numbat-Weibchen verfügt über vier Zitzen und gebiert meistens auch eine entsprechende Anzahl an Jungtieren, gelegentlich besteht ein Wurf aber auch aus lediglich zwei bis drei Jungen. Es verfügt jedoch über keinen eigentlichen Beutel, so dass sich die Jungtiere an den Haaren der Mutter festklammern. Die Lebenserwartung der Ameisenbeutler beläuft sich in Gefangenschaft auf fünf bis sechs Jahre. Geschlechtsreif werden Numbat-Weibchen bereits im ersten und Männchen im zweiten Lebensjahr.

Numbat
Der Nasenbeutler - Numbat