Würfelqualle



Viele verschiedene Quallenarten sind in den Gewässern Australiens beheimatet und der Großteil davon ist für den Menschen ungefährlich. Nicht aber die Würfelquallen, deren giftigste Vertreter die Seewespe und die Irukandji-Qualle sind. Die beiden zählen zu Australiens gefährlichsten Tieren, denn ein Angriff der giftigen Quallen kann dem Schwimmer das Leben kosten.

Das besonders gefürchtete Exemplar aus der Familie der Würfelquallen ist die Seewespe, Chironex fleckeri. Die giftige Qualle bevölkert vor allem in den heißen Wintermonaten von Oktober bis Mai die Nordküste Australiens, etwa von Broome in Western Australia bis Gladstone in Queensland. Schützen kann sicher der Urlauber nur durch einen nesselsicheren Anzug oder indem er das Meer gänzlich meidet. Eingezäunte Badestrände mit Hinweisschildern warnen vor der Bedrohung.

Der Körper der Seewespe schimmert bläulich und ist so im Wasser gut getarnt. An den vier Kanten des Schirms der Qualle, der die Form eines Würfels aufweist, befinden sich die bis zu drei Meter langen Tentakel. Das in den bis zu 60 Tentakeln gespeicherte Gift reicht für über 200 Menschen. Aufgrund seiner kräftigen Muskeln zieht sich der Schirm mehrmals pro Sekunde zusammen und kann sich so schnell fortbewegen. Die Spezies der Würfelquallen ist sogar der schnellste Schwimmer unter den Hohltieren. Ein Angriff der Seewespe kann im schlimmsten Fall Herzversagen verursachen, im besseren Fall hat der Schwimmer „nur“ mit starken Schmerzen, Schwellungen, Krämpfen oder Herzrhythmusstörungen zu kämpfen. Die Erstversorgung erfolgt mittels handelsüblichen Haushaltsessigs, der auf die an der Haut heftenden Tentakel gegossen wird. Die Säure deaktiviert die Nesselzellen und verhindert, dass weiteres Gift in den Körper gepumpt wird. Wichtig ist die sofortige Konsultierung eines Arztes.

Ein ebenfalls unangenehmer Zeitgenosse ist der Irukandji Jellyfish, der ebenfalls in den nördlichen Regionen Queenslands und Western Australia sowie vor den Küste des Northern Territory vorkommt. Üblicherweise ist das Tier besonders für Taucher gefährlich, da die Qualle sich gerne in tieferem Wasser aufhält. Allerdings transportieren Meeresströmungen die Tiere auch bis an den Strand. Im Gegensatz zur Seewespe ist die Irukandji-Qualle nur ein bis zwei Zentimeter groß und verfügt über vier dünne Tentakel, die eine Länge von etwa 75 Zentimetern erreichen können. Ein Stich der Irukandji-Qualle endet zwar selten tödlich, allerdings kann das Irukandji-Syndrom ausgelöst werden, dass sich durch Rücken-, Brust- und Bauchschmerzen sowie Erbrechen äußert. Im schlimmsten Fall können sogar Lungenödeme die Folge sein. Vorsichtsmaßnahmen und Erstversorgung erfolgen nach dem gleichen Schema wie bei der Seewespe.

Tauchen in Australien
Die giftige Qualle bevölkert Australien - Vorsicht beim Schwimmern und Tauchen